Kohlrabischnitzel

Wer Fleisch nicht mag oder weniger Fleisch essen möchte, weiß gute Alternativen zu schätzen. Wir sind keine Fans von verarbeiteten Fleischersatzprodukten aus dem Supermarkt, die meist genauso wenig nachhaltig sind wie das Fleisch, das sie ersetzen sollen. Von der Qualität und dem Geschmack ganz zu schweigen. Kohlrabi klingt erst einmal banal. Ihr werdet aber hoffentlich wie wir begeistert sein, wie lecker diese vegetarische Schnitzelvariante schmeckt.

Die Verarbeitung ist nicht kompliziert. Zuerst wird der Kohlrabi geschält und geschnitten. Entfernt die Enden der Knolle, vor allem, weil diese bei größeren Exemplaren gerne etwas holzig werden.

Schält anschließend in Bahnen von oben nach unten, während die Knolle sicher auf dem Brett liegt.

Die Knolle schneidet ihr nun in Scheiben von etwa einem Zentimeter Dicke. Legt die Kohlrabischeiben in leicht gesalzenes Wasser mit etwas Zitronensaft. So bleiben sie saftig und die Panade hält später besser.

Wir bereiten uns drei flache Teller zum Panieren vor. In den ersten Teller kommt etwas Kartoffelstärke, die ebenfalls dafür sorgt, dass die Panade gut haftet.

Wir panieren die Schnitzel hier klassisch, also mit Ei, das wir in einem zweiten Teller mit einer Gabel verrühren und leicht salzen und pfeffern. Wer vegan essen möchte, kann an dieser Stelle statt Ei auch eine dickflüssige Creme aus Sojamilch, Mehl und Senf anrühren.

In den dritten Teller kommt das knusprige Element. Wir lieben Panko, die ultraleichten und knusprigen Brotkrumen aus Japan, die man mittlerweile in vielen Supermärkten kaufen kann. Die Panade wird noch köstlicher, wenn man etwas geriebenen Parmigiano Reggiano daruntermischt. Ihr könnt hier aber auch „normale“ Brotbrösel oder zerkrümelte Cornflakes verwenden und Sesam, Haferflocken oder gehackte Nüsse untermengen.  

Während ihr in einer Bratpfanne etwas Pflanzenöl erhitzt, werden die Scheiben zuerst mit etwas Stärke umhüllt, dann entweder in das verquirlte Ei oder die Sojamilchmischung getaucht und anschließend sorgfältig mit dem knusprigen Bestandteil eurer Panade bedeckt. Da Kohlrabi sehr fest ist, müsst ihr hier unter Umständen etwas mit einem Löffel und Druck nachhelfen, damit die Panade gut haftet.

Nun wird bei nur mittelhoher Hitze sehr langsam gebraten. Bewegt die Schnitzel vor dem Wenden nicht in der Pfanne.

Wenn die Gemüseschnitzel auf beiden Seiten goldbraun und knusprig sind, legt ihr sie am besten auf ein sauberes Küchentuch, um überflüssiges Öl aufzufangen.

Nun fehlt nur noch ein leckerer Dip, der den frischen Geschmack des Kohlrabi betont. Wir verwenden griechischen Joghurt, in den wir etwas Zitronenschale reiben und nach Geschmack etwas Zitronensaft hinzufügen.

Wenn ihr keinen griechischen Joghurt zur Hand habt, empfehlen wir Joghurt mit weniger natürlichem Fettgehalt mit etwas Olivenöl zu verrühren. Zum Würzen unseres Dips verwenden wir frischen Dill und Koriander, nur grob gehackt.

Wir vermengen das alles und würzen nach Geschmack mit Salz und Pfeffer. Fertig!

Zum Anrichten kann man noch ein Zitronenachtel auf den Teller geben. Das sommerlich frische Gericht schmeckt sogar anspruchsvollen NextGens und eignet sich sehr gut für ein Picknick als vegetarische Alternative zu Fleischpflanzerln.

Genießt es.

And may the taste be with you.

Zutaten (für 4 Personen als Vorspeise):

500 g Kohlrabi

1 unbehandelte Zitrone

4 EL Stärke

2 Eier (vegane Alternative: 100 ml Sojamilch, 1 EL Mehl und 1 EL Senf)

50 g Panko oder Brotbrösel

Optional etwas geriebenen Parmigiano Reggiano

Neutrales Pflanzenöl zum Braten

250 g Griechischer Joghurt

Olivenöl

Frischer Dill und Koriander

Salz und Pfeffer

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