Tortillitas de camarones

Diese kleinen frittierten Puffer kommen aus der andalusischen Provinz Cádiz und sind dort eine beliebte Vorspeise oder ein Snack für zwischendurch. Man bereitet sie mit einer besonderen Garnelenart zu, die anderswo kaum zu finden sein dürfte. Die camarones de Cádiz sind sehr klein, nur etwa einen Zentimeter lang und werden nicht geschält, sondern im Ganzen verwendet.

Uns stehen solche Garnelen zuhause nicht zur Verfügung und wir verwenden daher größere Garnelen, die wir in Stücke schneiden. Das ist nicht dasselbe, führt aber auch zu einem sehr leckeren Ergebnis.

Man benötigt nur wenige Zutaten: Weizen- und Kichererbsenmehl, Frühlingszwiebeln, Petersilie und eben Garnelen. Dazu Wasser, um einen einfachen Teig herzustellen. Gewürzt wird nur mit Salz und Pfeffer, wir geben aber gerne noch ein wenig Piment d’Espelette oder Cayenne hinzu, für einen Tick Schärfe. Für eine schönere Farbe kann man mit ein wenig Kurkuma sorgen, in Spanien würde hier „Colorante“ zum Einsatz kommen, eine aus Ringelblumenblüten hergestellte Lebensmittelfarbe, die in fast jedem Haushalt zu finden ist.

Die beiden Mehlsorten werden mit kaltem Wasser und mit Hilfe einer Gabel zu einem glatten, recht flüssigen Teig verrührt. Dann kommen die weiteren Zutaten hinzu und man lässt das Mehl für 10 Minuten quellen.

In dieser Zeit kann das Frittieren vorbereitet werden. Dafür verwenden wir gerne festes Pflanzenfett, das geschmacklich neutral und hoch erhitzbar ist. Es hat außerdem den Vorteil, dass es nach der Verwendung wieder fest wird und so leichter für den erneuten Verbrauch aufbewahrt werden kann als Öl. Wir frittieren immer im Wok, weil man aufgrund seiner Form mit weniger Fett auskommt. So benötigen wir für dieses Gericht gerade einmal 300 – 400 g Fett, das wir danach durch ein Sieb filtern und wiederverwenden.

Das Fett oder Öl muss auf 190 Grad Celsius erhitzt werden. Wenn ihr kein geeignetes Thermometer habt, dann testet die Temperatur mit einem Tropfen Teig. Wenn dieser sofort Blasen wirft und zur Oberfläche aufsteigt, ist es heiß genug. Stabilisiert die Temperatur, indem ihr die Hitze auf mittlere bis mittelhohe Stufe zurückdreht. Das Fett soll niemals zu Rauchen beginnen.

Dann wird immer ein Esslöffel Teig für eine Tortillita in das heiße Fett gegossen, bitte direkt an der Oberfläche und vorsichtig, damit es nicht spritzt. Der Teig breitet sich sofort flach aus.

Nach einer Minute wird die Tortillita gewendet und nach einer weiteren Minute ist sie schon fertig gegart. Wie braun und kross ihr sie haben möchtet, bleibt eurem Geschmack überlassen. Wir haben sie in Cádiz auch sehr unterschiedlich erlebt.

Mit einem Schaumlöffel legen wir die Tortillitas auf einige Lagen Küchenpapier, das überschüssiges Fett aufsaugt. Wer wie wir einen Wok oder eine hohe Pfanne mit großem Durchmesser verwendet, kann mehrere gleichzeitig zubereiten.

Frittiertes ist sehr heiß, also müssen die Garnelenpuffer abkühlen, bevor sie genossen werden können. Dazu passen dann einige Spritzer von Zitrone oder Limette und (fast zwingend) kaltes Bier.

Genießt es.

And may the taste be with you.

Zutaten (für 4 Personen als Vorspeise oder Snack):

80 g Weizenmehl

70 g Kichererbsenmehl

200 ml kaltes Wasser

1 TL Salz

Schwarzer Pfeffer, nach Geschmack auch eine Prise Piment d’Espelette oder Cayenne

Optional: Etwas Kurkuma oder spanischen Colorante Alimentario

3 – 4 Frühlingszwiebeln, das Weiße fein gehackt und das Grün in Ringe geschnitten

3 EL Petersilie, grob gehackt

120 g Garnelen (sehr klein und im Ganzen, alternativ geschält und in Stücke geschnitten)

Pflanzenfett oder neutrales Öl zum Frittieren

Zitrone oder Limette

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