Sopa Alentejana

Das Alentejo („jenseits des Flusses Tejo“) ist ein Region im Süden Portugals, nördlich der Algarve. Aus ihr stammt unser heutiges Gericht, das in ganz Portugal in vielen Variationen bekannt und beliebt ist. Brot, vor allem auch altbackenes Brot, Brühe, Knoblauch und Koriander gehören immer dazu. Oft auch Eier und / oder Bacalhau, durch Einsalzen haltbar gemachter Kabeljau.

Unter den Namen Açorda und Sopa Alentejana vereinen sich die einzelnen Zubereitungen. Unsere heutige Version hat uns einmal in Lissabon über eine gemeine Erkältung hinweggeholfen und das tut sie heute bei uns daheim hoffentlich auch wieder.

Das Gericht kann mit Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe zubereitet werden, also jederzeit auch vegetarisch oder vegan. Wir begegnen unserer Erkältung mit Hühnerbrühe, die wir oft selbst herstellen, aber heute verwenden wir einfach einen Brühwürfel.

Als erstes wird die Brühe mit geschälten und längst halbierten Knoblauchzehen und einigen Zweigen Koriander aromatisiert. Dazu kochen wir die Brühe einmal auf und lassen Knoblauch und Koriander darin bei niedriger Hitze für 10 – 20 Minuten ziehen.

Möglichst trockenes Brot – das kann Sauerteig oder simples Weißbrot sein – wird auf die gewünschte Größe zerteilt und in ein wenig Olivenöl angeröstet. Diese Suppe ist eine großartige Verwertungsmöglichkeit für altbackenes Brot. Wer nur frisches im Haus hat, müsste dieses zunächst bei 190 Grad im Ofen für 10 Minuten trocknen – oder die Suppe ein andermal kochen und Energie sparen. In Portugal werden oft auch ganze Brotscheiben verwendet, aber das ist uns zuhause ein wenig zu rustikal.

Aus etwas Olivenöl, weiterem Knoblauch und Koriander, einer kleinen Prise Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle bereiten wir jetzt eine Art Pesto zu. Das geht sehr einfach mit einem Mörser, anderenfalls müssen die Zutaten fein gehackt und der Knoblauch gerieben werden. Etwas abgeriebene Zitronenschale passt auch ganz hervorragend dazu und sollte uns auch gegen die Erkältung helfen.

Die Stiele des Koriander verarbeiten wir mit, sie sind sehr geschmacksintensiv

Wir entfernen Knoblauch und Koriander aus der Brühe und bringen sie wieder zum sanften Kochen. Dann pochieren wir in der Brühe ein Ei – wie das geht, haben wir hier erklärt.

Das geröstete Brot wird in einen tiefen Teller gegeben (Tipp: zuvor bei 50 Grad im Backofen erwärmen) und das Pesto darüber geträufelt.

Dann wird die Brühe darüber gegossen und das pochierte Ei eingelegt. Gegessen wird aber erst nach 4 – 5 Minuten, wenn das Brot sich mit der Brühe vollgesogen hat.

Eine einfache und klare Angelegenheit, sehr leicht zu kochen und sehr geschmacksintensiv. Wer Knoblauch nicht mag oder nicht verträgt, sollte allerdings etwas anderes zubereiten.

Genießt es.

And may the taste be with you.

Zutaten (pro Person):

Für die Brühe:

450 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe

1 – 2 Knoblauchzehen, nach Geschmack

3 Zweige frischer Koriander

Für die Einlage:

2 EL Olivenöl

Eine Handvoll Brotstücke

1 Ei (optional)

Für das Pesto:

1 EL Olivenöl

1 – 2 Knoblauchzehen, nach Geschmack

Ca. 8 Zweige frischer Koriander

Abgeriebene Schale von ¼ Zitrone (optional)

1 Prise Salz

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

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